Die Ökobilanz der E-Book-Lektüre war bereits mehrmals Thema in diesem Blog, zuletzt im Juni 2014. Seither spielt das Smartphone eine immer größere Rolle als Lesegerät - und vor diesem Hintergrund fällt die Bilanz doch erheblich anders aus. Dies hat eine kanadische Studie ergeben, wie im Blog e-book-news berichtet: "Smartphone über alles: bald größerer C02-Fußabdruck als Desktops, Laptops und Displays zusammen".
Zwar sind es nicht die E-Books selber, die die Bilanz trüben, vielmehr hinterlässt die millionenfache Produktion von Smartphones üble Spuren auf dieser Welt (Stichwort seltene Erden), ebenso wie der Betrieb immer größerer Rechenzentren, um das weltweite Datenroulette am Laufen zu halten... Grund genug zu überlegen, ob wir wirklich alle paar Jahre ein neues Smartphone brauchen, ob ein einfacheres Tauschen defekter Teile (Akkus!!!) nicht sinnvoller wäre, ob die Recyclingquote mit "unter 1%" nicht ein wenig zu niedrig ist, ob....
Freitag, 13. April 2018
Mittwoch, 11. April 2018
Sind E-Books barrierefrei(er)?
Die Bloggerin Tanja Kollodzieyski ("Rollifräulein") schrieb vor kurzem einen bedenkswerten Artikel über "E-Books und Barrierefreiheit: Zugang zur Bücherwelt". Darin betont sie einerseits zwar die Vorzüge von E-Books gegenüber Gedrucktem, was das rein körperliche Handling angeht (Gewicht!), zeigt andererseits aber auch deutlich auf, wo noch Probleme bestehen.
Und die macht vor allem das D(igital) R(ights) M(anagement). Denn dadurch wird die Nutzung von E-Books mit speziellen Wiedergabegeräten, wie sie bei verschiedenen Behinderungen nötig sind, unmöglich gemacht: vor allem Sehbehinderte und Blinde sind auf eine Sprach- oder Brailleschrift-Ausgabe angewiesen, die derzeit mit den E-Books von e-medien-franken nicht möglich ist.
„[...] ich erwarte von den öffentlichen Bibliotheken, dass sie deren App Onleihe auch für blinde Leser nutzbar machen oder eine App wie Legantoo oder den Voice Dream Reader (beides E-Book-Reader-Apps für blinde Nutzer) autorisieren. Derzeit ist mir das Lesen entlehnter E-Books nur am PC mit der Adobe Digital Edition möglich. Dabei kommt kein echtes Freizeit-Lese-Gefühl auf. Diesen Zustand halte ich für eine echte Benachteiligung.“ - schreibt Eva Papst, die ebenfalls einen eigenen Webauftritt hat.
Es ist zu befürchten, dass auch das vor kurzem angekündigte neue DRM ab Jahresmitte diese Benachteiligung nicht beseitigen wird. Dabei kann das Argument der Barrierefreiheit nicht einfach vom Tisch zu gewischt werden.............
Und die macht vor allem das D(igital) R(ights) M(anagement). Denn dadurch wird die Nutzung von E-Books mit speziellen Wiedergabegeräten, wie sie bei verschiedenen Behinderungen nötig sind, unmöglich gemacht: vor allem Sehbehinderte und Blinde sind auf eine Sprach- oder Brailleschrift-Ausgabe angewiesen, die derzeit mit den E-Books von e-medien-franken nicht möglich ist.
„[...] ich erwarte von den öffentlichen Bibliotheken, dass sie deren App Onleihe auch für blinde Leser nutzbar machen oder eine App wie Legantoo oder den Voice Dream Reader (beides E-Book-Reader-Apps für blinde Nutzer) autorisieren. Derzeit ist mir das Lesen entlehnter E-Books nur am PC mit der Adobe Digital Edition möglich. Dabei kommt kein echtes Freizeit-Lese-Gefühl auf. Diesen Zustand halte ich für eine echte Benachteiligung.“ - schreibt Eva Papst, die ebenfalls einen eigenen Webauftritt hat.
Es ist zu befürchten, dass auch das vor kurzem angekündigte neue DRM ab Jahresmitte diese Benachteiligung nicht beseitigen wird. Dabei kann das Argument der Barrierefreiheit nicht einfach vom Tisch zu gewischt werden.............
Montag, 9. April 2018
Samstag, 7. April 2018
Haltung wahren!
E-Reader sind eigentlich ja leicht und handsam; großformatigere Reader fallen schon mehr ins Gewicht; und Tablets können da schon schwerer ausfallen - und bei längerer Lektüre werden sie auf Dauer alle beschwerlich!Ratschläge zu verschiedenen Halterungen und was bei ihrer Auswahl zu bedenken ist, sindn jetzt auf der Seite eBook-Fieber.de nachzulesen: "Tablet- und E-Book-Halterungen".
Donnerstag, 5. April 2018
DRM vor der Ablösung - gute Aussichten?
DRM - Digital Rights Management ist eigentlich eine gute Sache; es verhindert die unbegrenzte Weitergabe von urheberrechtlich geschützten Werken z.B. bei den E-Books ... eigentlich! Denn nebenbei ist es die Ursache vieler Probleme beim Umgang mit E-Books, so dass man auch auf die Idee kommen könnte, DRM mit "DAS REICHT MIR!" zu entschlüsseln. Dabei (s.o.) ist es eigentlich eine gute Sache, schützt es doch die berechtigten Interessen von Autoren und Verlagen gegen illegale Verbreitung der Mediendateien.
Die Support-Mitarbeiter*innen bei e-medien-franken können ein Lied davon singen, wie viele erste virtuelle Ausleihversuche scheitern, weil auf dem Lesegerät die Adobe-ID fehlt - oder beim Ersatz eines Lesegerätes das Passwort zur ID nicht mehr bekannt ist. Schon in der Vergangenheit wurde kritisiert, dass Adobe außer Dateischützer auch eifriger Datensammler und Datenauswerter ist. Seit kurzem können mit der aus Sicherheitsgründen empfehlenswerten neuesten Softwareversion aber gar nicht mehr alle E-Paper und E-Books gelesen werden... Zeit also, sich von einem System zu verabschieden, das die Nutzung von E-Medien eher komplizierter macht, wenn nicht ganz verhindert.
Deshalb ist die Firma DiViBib, die mit der technischen Abwicklung der virtuellen Ausleihe betraut ist, derzeit dabei einen neuen Schutz zu entwickeln, der ab Mai getestet werden und im Laufe eines Jahres das alte System ersetzen soll. Das vereinfacht das Handling der E-Medien unter den verschiedenen Betriebssystemen und Geräteformen. Und wir hoffen auf störungsfreiere Betriebszeiten als dies in der Vergangenheit leider oft der Fall war...
Auf die Nachteile dieser Neuerungen weist der Blog lesen.net hin: zahlreiche E-Reader wären dann bei der virtuellen Ausleihe außen vor: ältere Modelle und Geräte wie die Sonys, aber eventuell auch die Reader von Pocketbook und Kobo - denn sicher implementiert wird der neue Schutz nur auf den Tolino-Readern. Und zahlreiche E-Book-Lizenzen erfordern dem Hörensagen nach ausdrücklich DRM als Schutz - hoffentlich werden dann nicht einige Titel (wie viele?!) aus unserem Angebot verschwinden müssen...
Vieles bleibt nach diesen ersten Informationen also noch zu klären; wir werden an dieser Stelle weiter über die bevorstehenden Änderungen berichten!
Die Support-Mitarbeiter*innen bei e-medien-franken können ein Lied davon singen, wie viele erste virtuelle Ausleihversuche scheitern, weil auf dem Lesegerät die Adobe-ID fehlt - oder beim Ersatz eines Lesegerätes das Passwort zur ID nicht mehr bekannt ist. Schon in der Vergangenheit wurde kritisiert, dass Adobe außer Dateischützer auch eifriger Datensammler und Datenauswerter ist. Seit kurzem können mit der aus Sicherheitsgründen empfehlenswerten neuesten Softwareversion aber gar nicht mehr alle E-Paper und E-Books gelesen werden... Zeit also, sich von einem System zu verabschieden, das die Nutzung von E-Medien eher komplizierter macht, wenn nicht ganz verhindert.
Deshalb ist die Firma DiViBib, die mit der technischen Abwicklung der virtuellen Ausleihe betraut ist, derzeit dabei einen neuen Schutz zu entwickeln, der ab Mai getestet werden und im Laufe eines Jahres das alte System ersetzen soll. Das vereinfacht das Handling der E-Medien unter den verschiedenen Betriebssystemen und Geräteformen. Und wir hoffen auf störungsfreiere Betriebszeiten als dies in der Vergangenheit leider oft der Fall war...
Auf die Nachteile dieser Neuerungen weist der Blog lesen.net hin: zahlreiche E-Reader wären dann bei der virtuellen Ausleihe außen vor: ältere Modelle und Geräte wie die Sonys, aber eventuell auch die Reader von Pocketbook und Kobo - denn sicher implementiert wird der neue Schutz nur auf den Tolino-Readern. Und zahlreiche E-Book-Lizenzen erfordern dem Hörensagen nach ausdrücklich DRM als Schutz - hoffentlich werden dann nicht einige Titel (wie viele?!) aus unserem Angebot verschwinden müssen...
Vieles bleibt nach diesen ersten Informationen also noch zu klären; wir werden an dieser Stelle weiter über die bevorstehenden Änderungen berichten!
Dienstag, 3. April 2018
Kochen im Frühling
Bald gibt es wieder frische Kräuter, Erdbeeren und Spargel. Kochanregungen für den Frühling gibt es zum Beispiel hier:
Sonntag, 1. April 2018
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