Donnerstag, 12. März 2015

Sony-Reader - ein Abgesang

Im Sommer letzten Jahres ging die ruhmreiche Ära der Sony-E-Book-Reader zu Ende. Viele Jahre hatte die Firma mit technischen Neuentwicklungen den Siegeszug der E-Reader befördert, so dass der Produktionsstopp trotz unübersehbarer Warnzeichen doch auch überraschend war.

 Der Blog ALLESebook.de stellt deshalb für einen sehr informativen Rückblick die Frage: "Woran ist Sonys eBook Strategie gescheitert?". Das Fazit: über die letzten vier Jahre hinweg kamen technische Neuerungen zu spät oder gar nicht. Und es war wohl auch Teil der Firmenstrategie, sich vom Elektronik-Allrounder hin zu einem Unternehmen mit fest umrissenen Produktprofil zu entwickeln - da passte die verhältnismäßig kleine E-Reader-Sparte nicht mehr ins Konzept.

"Traurig", so das Fazit des Artikels, der als Firmen- bzw. Produktgeschichte aber äußerst lesenswert ist. Der Trost: wer noch über einen Sony-Reader verfügt, kann natürlich auch in Zukunft damit das Angebot von e-medien-franken nutzen!

Dienstag, 10. März 2015

Achtung: heute und morgen Nacht Wartungsarbeiten!

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
aufgrund von Wartungsarbeiten am 11.03. und 12.03.2015 kann es von 00:00 Uhr bis 06:00 Uhr zeitweise zu kurzen Ausfällen und Beeinträchtigungen kommen. Dies betrifft insbesondere das Streaming der Onleihe.
Danke für Ihr Verständnis sagen
die Verbundbibliotheken von e-medien-franken

Welcher eBook-Reader für mein Kind?

Diese spezielle Frage wurde bislang in den einschlägigen, erwachsenengeprägten E-Book-Blogs vernachlässigt. abcund123 ist ein Blog, der sich schwerpunktmäßig mit Legasthenie, Dyskalkulie, Lernschwierigkeiten und Lerntechniken beschäftigt. Der Artikel "Welcher eBook-Reader für mein Kind?" behandelt dementsprechend auch die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder. Hilfreich!

Sonntag, 8. März 2015

App verwirrt Kulturjournal


"Wie Lese-Apps das Lesen verändern könnten" - titelt ein Beitrag des Kulturjournals im NDR-Fernsehen. Lese-Apps? Dahinter steckt die keineswegs neue Idee, kurze Zusammenfassungen neuer Bücher thematisch aufgeschlüsselt anzubieten, nun allerdings per App geliefert. So weit, so gut. Komisch nur, was hier die mediale Aufbereitung daraus macht:
  • Angesichts der Buchproduktion fragt die Sprecherin: "Wie soll man das alles lesen? Womöglich gar nicht mehr." Das ist so als hätten die Hersteller von Küchengeräten angesichts der ersten Tütensuppen gefragt: "Wer wird noch kochen? Womöglich niemand mehr"...
  •  Und vollends komisch wird dann die Gegenüberstellung des App-Anbieters, der von Sachbüchern spricht  und einer Verlegerin, die an den Duft von Büchern erinnert und an Autoren wie Thomas Mann und Franz Kafka.
Was als "kritischer Beitrag" daherkommt, ist in Wirklichkeit ein aus Monologen konstruierter Disput von ganz verschiedenen Themen. Als gäbe es im Bereich Kultur keine ernsthaften Themen.....

Freitag, 6. März 2015

Ende Gelände?

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels veröffentlichte jetzt seinen "E-Book-Bericht 2014". Das Überraschende: nach jahrelangen Wachstumsraten von über 50% ist 2014 der Umsatzanteil von E-Books nur mehr um 7,6% gestiegen!
Ist damit ein Level erreicht, auf dem sich der Marktanteil der E-Books bei ca. 10% einpendeln wird? lesen.net weist darauf hin, dass in diesen Zahlen allerdings der Fachbuchmarkt nicht berücksichtigt ist: im Hochschul- und Forschungsbereich stellen die E-Books nämlich den Löwenanteil..........
Der Blog ALLESebook.de merkt in einem Artikel kritisch an, dass der im internationalen Vergleich geringe Anteil der E-Books am Buchmarkt auch darauf zurückgeführt werden könne, dass die Verlage einerseits in der Vergangenheit einiges verschlafen haben, andererseits dass die Buchpreisbindung für E-Books in Deutschland mehr Wettbewerb verhindert: der führte in den USA zu einem Umsatzanteil von 22%, in Großbritannien von 14%.........

Trotzdem ist sich der Börsenverein sicher, dass der E-Book-Anteil in Deutschland weiter wachsen wird. e-medien-franken übrigens auch: die Ausleihsteigerung von 2013 auf 2014 betrug bei uns 86%..........

Mittwoch, 4. März 2015

Welchen Wert haben Testergebnisse?

Damit hat sich das hier des öfteren zitierte Online-Magazin lesen.net ein Sonderlob verdient: von erstaunlicher Offenheit zeugt der Artikel "HardwareTestberichte: Gute Geschäfte mit guten Noten". 
 
Darin berichten die Tester über die vielfältigen "Sonderdienstleistungen", mit denen die Redaktionen von Printmedien, Fachportalen und Blogs bedacht werden: Einladungen in exklusive Restaurants, mehr oder weniger teure Sachgeschenke ... "Man will es Journalisten emotional möglichst schwer machen, die entsprechenden Anbieter in schlechtem Licht dastehen zu lassen", schreibt lesen.net-Redakteur Johannes Haupt.
 
Andererseits sind die Redaktionen natürlich angewiesen auf gute Kontakte zu den Firmen und Entwicklern. Und finanziert werden muss die Arbeit der Tester schließlich auch. Der Artikel legt umfassend Rechenschaft darüber ab - was auch von anderen Testeinrichtungen wünschenswert wäre! Nebenbei: e-medien-franken pflegt keine Kontakte zu Herstellern und Verkäufern. Und Geschenke nehmen wir auch keine an, schon der Versuch ist zwecklos und würde hier berichtet.

Montag, 2. März 2015

Nachrichten vom Großen Bruder: lest Bücher zuende!

Auf der Online-Plattform lesen.net erschien vor kurzem ein interessanter Artikel "Welche eBooks am häufigsten abgebrochen werden". Auch wenn die Studie sich nicht auf Daten deutscher Leser stützt: Überraschend ist es schon, wie viele Lektüren vorzeitig abgebrochen werden. So haben die untersuchten Leser etwa "Fifty Shades of Grey" nicht einmal in der Hälfte aller Fälle zuende gelesen - war wohl doch nicht so prickelnd... Am ehesten werden Liebesromane, Krimis und Fantasybücher bis zur letzten Seite gelesen - und ewig lockt das Happy End! :-)



Apropos großer Bruder: bei e-medien-franken können Sie sicher sein, dass niemand Ihre Lektüregewohnheiten beobachtet, protokolliert und auswertet!