Freitag, 23. Juni 2017

Eine kurze Geschichte des E-Books

Erst vor 27 Jahren kamen die ersten mobilen Lesegeräte auf den Markt, mittlerweile haben sich die Nutzungszahlen von E-Books konsolidiert. Buchreport, das Fachblatt der deutschsprachigen Buchbranche, zählt in einem kurzweiligen Artikel die wesentlichen Entwicklungsschritte auf: "Vom Data Discman zum multimedialen Digitalbuch – eine Geschichte des E-Books" - in kurzer Zeit ging's vom ziegelsteinartigen, 600 Gramm schweren und 500 Dollar teuren Rocket-Reader zu den 200 Gramm leichten, ab ca. 100 € kostenden Geräten von heute!

Mittwoch, 21. Juni 2017

Bibliotheken und Urheberrecht

Ende Mai / Anfang Juni trafen sich 3652 Bibliothekarinnen und Bibliothekare zum 106. Deutsche Bibliothekartag in Frankfurt am Main. Auf dieser jährlichen Tagung geht es um die Entwicklungen im öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliothekswesen, die Ausrichtung der zukünftigen Angebote.

Einer der Themenschwerpunkt in diesem Jahr war die Revision des Urheberrechtes, die besonders den wissenachaftlichen Bibliotheken auf den Nägeln brennt - denn auch hier wurde die Gesetzgebung längst von der digitalen Praxis überholt. Und zwischen Verlagen und Bibliotheken ist ein heftiger Streit um die Neugestaltung entbrannt, in dem es um die Freiheit von Lehre und Forschung, aber auch die nicht zuletzt finanziellen Interessen der Urheber geht. Ergebnis der Diskussionen auf dem Kongress ist der folgende Appell der Bibliothekarinnen und Bibliothekare:

Frankfurter Appell für ein zeitgemäßes Urheberrecht

Im Juni steht im Bundestag die zweite und dritte Lesung des sogenannten Urheberrechts-Wissenschaftsgesellschafts-Gesetzes an. Bibliothekarinnen und Bibliothekare erwarten die Verabschiedung eines neuen zeitgemäßen Urheberrechts für die Wissenschaft, wie es im Koalitionsvertrag der Bundesregierung 2013 angekündigt wurde. Mit Sorge sehen sie, dass nach dem positiven Votum des Bundesrats für den Regierungsentwurf der Übergang zu einem wissenschaftsfreundlichen Urheberrecht durch einzelne Verlage und Medien unangemessen dramatisiert wird. Die Kritik, dass das neue Gesetz kleine Verlage benachteilige, ist ungerechtfertigt.
Die durch den Gesetzentwurf vorgesehenen Vereinfachungen und die Präzisierungen schaffen Rechtssicherheit und ermöglichen in vielen Fällen erst wissenschaftliches Arbeiten. Insbesondere der Einsatz gedruckter Bücher, Zeitschriften und Zeitungen in der digitalen Forschung und Lehre wäre gewährleistet, ohne dass dies zu einem unangemessenen Verwaltungsaufwand führt. Besonders wichtig sind die Regelungen für neue Methoden der geisteswissenschaftlichen Forschung wie das sogenannte Text- und Datamining, aber auch die Präzisierung der Regelungen für digitale Leseplätze in Bibliotheken und für elektronische Semesterapparate in Hochschulen.
Hinsichtlich des letzten Punktes haben die Unklarheiten der bisherigen Regelungen Ende des letzten Jahres fast zu einer Einstellung jener für die Hochschullehre unverzichtbaren Semesterapparate geführt. Bereits jetzt sind viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verunsichert, ob sie weiterhin Scans aus gedruckten Büchern für Studierende auf Lernplattformen bereitstellen können. Alternativ weichen sie aktuell auf selbsterstelltes Material oder auf technische Möglichkeiten außerhalb der Hochschulen aus. Ein Vorrang von Verlagsangeboten oder eine einzelfallbezogene Vergütung machen die Nutzung von gedrucktem Material unattraktiv. Nicht durch das neue Urheberrecht, sondern durch bürokratische Regelungen erleiden Verlage im wissenschaftlichen Umfeld einen Wettbewerbsnachteil.
In einem neuen Urheberrecht sollten Lösungen, die sich jahrzehntelanger Praxis bewährt haben, unbedingt erhalten bleiben. Wenn etwa künftig vor jedem Fernleihvorgang eine vorrangige vertragliche Regelung juristisch geprüft werden müsste, wäre auch diese traditionelle Dienstleistung gefährdet und die Abhängigkeit von den Lizenzen großer Verlage würde noch weiter zunehmen.
Bibliothekarinnen und Bibliothekare begrüßen die im Regierungsentwurf geschaffene Möglichkeit, dass die deutsche Nationalbibliothek ein öffentlich zugängliches Archiv freier Online-Quellen anbieten kann, die anderweitig nicht dauerhaft zugänglich sind. Sie setzen sich für die Vielfalt der Verlagslandschaft ein und erwarten von einem neuen Urheberrecht klare und verständliche Regelungen, die in der Praxis auch umsetzbar sind.

Montag, 19. Juni 2017

Krieg der Welten oder eine Welt der Literatur?

"eBook vs. gedrucktes Buch – Krieg zweier Welten?"  - so martialisch kommt ein Aufsatz der Technikjournalistin Fabiane Hörmann daher, in dem sie der Frage nachgeht, ob die Zunahme der digitalen Bücher zu Lasten der gedruckten geht oder gar deren Aussterben einläutet. Die Antwort überrascht nicht: beides hat seine Berechtigung und seine Leser*innen.

Außerdem arbeitet die Journalistin noch einmal sehr deutlich die (Lizenz-)rechtlichen Probleme heraus, die sich speziell für Bibliotheken im Umgang mit E-Books ergeben- wie sie an dieser Stelle immer wieder dargestellt wurden und werden. Auch hier lautet das Fazit von Hörmann: erst durch das Nebeneinander von digitalem und physikalischen Informationsangebot sind Bibliotheken ausreichend aufgestellt.

Samstag, 17. Juni 2017

Kaum sind drei Jahre ins Land gegangen...

...ist der Beschluss des EU-Parlamentes schon da! Am 03. Mai 2014 fragten wir an dieser Stelle:
"Von 19 auf 7?!"- dabei ging es um die schwer nachzuvollziehende Tatsache, dass gedruckte Bücher als wichtiges Kulturgut mit nur 7% Mehrwertsteuer belegt sind, der gleiche Inhalt hingegen als E-Book mit 19% besteuert wird. Seither war hier immer wieder vom mühsamen Gang der Dinge die Rede, zuletzt Ende März.

Am 01. Juni fiel nun im EU-Parlament die längst überfällige Entscheidung, wohlgemerkt fast einstimmig: E-Books, E-Paper und E-Magazines werden steuerlich jetzt genauso behandelt wie ihre gedruckten Pendants. Oder besser: dürfen genauso behandelt werden wie...

Denn im nächsten Schritt muss die nationale Gesetzgebung geändert werden. Zwar hatten sich vor der letzten Bundestagswahl die dort vertretenen Parteien sich in seltener Einmütigkeit für den ermäßigten Mehrwertsteuersatz ausgesprochen, aber:
  • bis zur Sommerpause des Parlamentes sind es nur noch wenige Sitzungen,
  • danach ist Wahlkampf und
  • dann muss sich eine neue Regierung etablieren.
Mit anderen, in diesem Zusammenhang bereits des öfteren gebrauchten Worten: das kann noch dauern...

Ein kleiner Online-Pressespiegel zur Entscheidung des EU-Parlamentes:

Donnerstag, 15. Juni 2017

Sie wundern sich...

... warum ein bekanntes E-Book oder E-Audio hier im Bestand von e-medien-franken fehlt?

Hintergründe zur Praxis unseres Medienerwerbs und zur Lizenzfrage erläutern wir hier: http://www.wuerzburg.de/de/buerger/stadtbuecherei/e-medien-franken/415180.Medieneinkauf-und-Lizenzen.html

Dienstag, 13. Juni 2017

Historisches Panorama der Opiumkriege

http://www.e-medien-franken.de/e-medien-franken/frontend/mediaInfo,0-0-498369619-200-0-0-0-0-0-0-0.html
Die Flut des Feuers
http://www.e-medien-franken.de/e-medien-franken/frontend/mediaInfo,0-0-360880240-200-0-0-0-0-0-0-0.html
Das mohnrote Meer
Die Trilogie über die Opiumkriege ist etwas für Menschen, die gerne groß angelegte historische Romane lesen. Indien und China sind die Kulisse für die Irrfahrten der Figuren, die in die Wirren des Konflikts zwischen Großbritannien und China geraten:
http://www.e-medien-franken.de/e-medien-franken/frontend/mediaInfo,0-0-358845028-200-0-0-0-0-0-0-0.html
Der rauchblaue Fluss
     








Sonntag, 11. Juni 2017

Italienische Krimis

http://www.e-medien-franken.de/e-medien-franken/frontend/mediaInfo,0-0-400903544-200-0-0-0-0-0-0-0.html
Die Vergangenheit ist ein gefährliche Land
http://www.e-medien-franken.de/e-medien-franken/frontend/mediaInfo,0-0-408205098-200-0-0-0-0-0-0-0.html
Eine Frage der Würde
Der Italiener Gianrico Carofiglio scheibt richtig gute Krimis, die in Bari und Umgebung spielen. Hier zwei Vorschläge zum Ausprobieren